Schlechte Verdauung durch Fastfood?

Wenn die Verdauung mitspielt und man es nicht übertreibt, kann man durchaus auch mal Fastfood nach Hause kommen lassen. Wer allerdings zu viel von der meist sehr fettigen Nahrung zu sich nimmt und obendrein vielleicht sogar noch weitere „Verdauungssünden“ begeht, läuft Gefahr, ernsthafte Verdauungsprobleme zu bekommen. Am häufigsten treten Verstopfung und Unwohlsein auf, doch es gibt auch noch erstere Bedrohungen!

Kollektive Mangelernährung

Aktuelle Studien belegen, dass sich ein großer Teil der Deutschen falsch und meist einfach zu einseitig ernährt. Die Essgewohnheiten sind in den letzten Jahren verstärkt träge geworden. Wir muten unserem empfindlichen Verdauungssystem, das maßgeblich unser Befinden steuert, oft zu viel und manchmal auch zu wenig zu. Wer morgens ein trockenes Brötchen mit Aufschnitt zu sich nimmt, mittags vielleicht Hamburger oder irgendetwas anderes mit Hackfleisch vertilgt und sich abends eine Pizza in den Ofen schiebt, der muss sich nicht wundern, wenn die Verdauung irgendwann einfach gestört ist. Und wenn der Verdauungstrakt nicht mehr richtig funktioniert, kann es für den Betroffenen richtig unangenehm werden. Der Darm wird oft träge und/oder gereizt, was wiederum zu Verstopfungen, Reizmagen und Reizdarm führen kann. Wer sich dann gezwungen sieht, alle paar Minuten zur Toilette zu rennen, ist natürlich auch in seiner Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt. Manchmal werden die Verdauungsstörungen mit ersthaften Schmerzen oder unangenehmen Blähungen begleitet und das ist vor allem unangenehm, wenn man dann auch noch 8 Stunden im Sitzen vor einem Rechner im Büro ausharren muss. Doch warum erlahmt unser Darm eigentlich auf diese Weise? Das ist relativ leicht erklärt: Lebensmittel, die beispielsweise immer gleich aussehen und schmecken sollen, sind industriell bereits derart vorbereitet, dass sie unserem Körper die meiste Arbeit bei der Verdauung abnehmen. Burger-Patties aus sehr weichem Weißbrot erreichen unseren Magen-Darm-Trakt schon zerkleinert und aufgeweicht. Dem Darm, der eigentlich härtere Aufgaben gewohnt ist, wird dadurch die Arbeit genommen und sollte er tatsächlich nur noch solche Lebensmittel bearbeiten, wird er eben mit der Zeit etwas träge.

Den Darm wieder fit machen

Es gibt eigentlich nur eine wirkungsvolle Methode, den Darm wieder einigermaßen fit zu machen: Man muss ihm seine alten Aufgaben wieder übertragen. Wer meint, bei Verdauungsstörungen und Verstopfung helfe also nur ein Süppchen, wird zumindest auf lange Sicht auch weiter daran leiden. Natürliche, bestenfalls selbst zubereitete Nahrung, die auch noch etwas zum Zersetzen bietet, sollte dann vermehrt zu sich genommen werden. Diese Nahrung hat zumeist einen hohen Anteil an Ballaststoffen und so lernt der Darm wieder, seine Arbeit ordentlich auszuführen. Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse sind zu empfehlen und ein wenig Bewegung fördert die Verdauung dann zusätzlich.

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